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Das Konzept zählt: die Deutsche Bank

Über 50 Mitarbeiter umfasst das Team der Deutschen Bank Hamburg für Unternehmensfinanzierung. Für das Gründungsnetzwerk Hamburg hat sie ihre Kompetenzen in der Spezialberatung Finanzierung (SFB) konzentriert, die zusammen mit den Branchenexperten die Betreuung der Geschäftskunden übernimmt. Das Team der SFB hat seinen Sitz in der Zentrale am Rathausplatz, fährt zu Kundengesprächen aber auch in die jeweiligen Filialen der Deutschen Bank. gruenderhaus.de stand Michael Riemann von der SFB Rede und Antwort.

gruenderhaus.de: Worin besteht Ihre Kooperation mit dem Hamburger Gründungsnetzwerk?

Riemann: Unser Team von der Spezialberatung Finanzierung ist im WHO IS WHO mit Namen und Kontaktdaten angegeben, außerdem natürlich auch im Internet, damit die Gründerinnen und Gründer schnell den richtigen Ansprechpartner haben. Umgekehrt verweisen wir im Gespräch mit den Gründern oft auf die H.E.I., wenn Fragen auftauchen, bei denen wir nicht weiterhelfen können. Wir wissen dann, dass die H.E.I. im Netzwerk bestimmt den richtigen Ansprechpartner hat. Außerdem halten wir über das Netzwerk auch den Kontakt mit der Bürgschaftsgemeinschaft aufrecht. Davon profitieren dann wiederum unsere Kunden.


gruenderhaus.de: Wie sieht Ihr Kontakt zu den Gründerinnen und Gründern aus?

Riemann: Meist läuft es so ab, dass sich die Interessenten zuerst telefonisch bei uns melden. Wir bitten sie dann, uns zunächst ein Konzept – das ist meist gleichzeitig der Businessplan – zu schicken. Das gucken wir uns genau an, bevor dann der erste persönliche Termin stattfindet.


gruenderhaus.de: Worauf achten Sie bei den Gesprächen?

Riemann: Schon vor dem ersten Gespräch kommt es sehr auf das richtige Konzept an. Das ist viel wichtiger als zum Beispiel finanzielle Sicherheiten. Unsere Aufgabe ist es, einzuschätzen, ob das Konzept tragfähig ist. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Gründer für dieses schriftliche Konzept viel Zeit zu nehmen. Auch dabei hilft das Gründungsnetzwerk.


gruenderhaus.de: Welche Fehler beobachten Sie denn bei Gründungsvorhaben häufig? Wovor sollte man sich in Acht nehmen?

Riemann: Erstens ist eine gute Vorbereitung wichtig. Der Businessplan, das Konzept müssen stimmen. Viele Gründer verwenden hierauf zu wenig Sorgfalt. Deshalb rate ich durchaus dazu, im Zweifelsfall einen Berater für den Businessplan hinzuzuziehen. Zweitens sind oft nur sehr geringe Branchenkenntnisse, also zu wenig Fachwissen vorhanden. So entstehen schnell falsche Vorstellungen von einer Existenzgründung in einer bestimmten Branche.


gruenderhaus.de: Machen Sie die Erfahrung, dass sich junge Unternehmer momentan von der wirtschaftlichen Lage abschrecken lassen? Oder ist der Gründungswillen ungebrochen?

Riemann: Das ist nicht so leicht zu beurteilen. Momentan ist schon eine gewisse Zurückhaltung festzustellen. Wir können uns aber vorstellen, dass irgendwann vermehrt Anfragen kommen von Menschen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen wollen. Das muss überhaupt nicht schlecht sein. Auch hier gilt vor allem: Das Konzept muss stimmen.

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